Zum Tod von Hans-Albert Walter (1935 – 2016)

 

Prof. Hans-Albert Walter war eine der führenden Figuren auf dem Gebiet der internationalen Exilliteraturforschung. Am 22. Februar 2016 ist er in Frankfurt am Main gestorben.

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Bundesverdienstkreuz für Anne Ranasinghe geb. Anneliese Katz

 

Am 13. Oktober 2015 wurde dem langjährigen Mitglied der Gesellschaft für Exilforschung e.V., Frau Anne Ranasinghe, vom Deutschen Botschafter in Colombo das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Damit wurde eine Frau geehrt, die vor 76 Jahren ihre deutsche Heimat verlassen musste, um der Vernichtung durch das Nazi-Regime zu entgehen. Anne Ranasinghe gilt als eine der berühmtesten Lyrikerinnen Sri Lankas. Sie wurde in den letzten Jahrzehnten mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter 2007 mit der höchsten literarische Auszeichnung des Landes für ihr Lebenswerk „The State Literary Award“. 2011 erhielt sie „The Godage National Literary Award for lifelong Contributions to Sri Lankan Literature“. Gedichte von ihr sind in 13 Sprachen übersetzt worden. Sie wurde in die Princeton Encyclopedia of Poetry aufgenommen. Als einzige Publikation in deutscher Sprache erschien 1994 im Maro Verlag der Band: „Du Fragst Mich, Warum Ich Gedichte Schreibe“, der einige der „Holocaust-Poems“ enthält.

A. Ranasinghe

Anne Ranasinghe, Privatbesitz

 

Anne Ranasinghe wurde am 2.Oktober 1925 als Anneliese Katz in Essen geboren. Sie war die einzige Tochter einer bürgerlichen jüdischen Familie und verbrachte ihre Kindheit in Essen, wo sie die Grundschule besuchte und nach 1933 ein jüdisches Gymnasium in Köln. Am Tag nach der Reichsprogromnacht, am 10. November 1938, wurde ihr Vater, ein hochdekorierter Veteran des 1.Weltkriegs, abgeholt und kam einige Monate später als gebrochener Mann aus dem  Konzentrationslager Dachau zurück. Daraufhin beschlossen die Eltern, die Tochter in Sicherheit zu bringen. Das dreizehnjährige Mädchen gelangte im Januar 1939 mit einem der letzten Kindertransporte zu einer Tante in England. Sie hat ihre Eltern, die 1940 ins Ghetto Lodz deportiert und 1944 im Todeslager Chelmno (Kulmhof) ermordet wurden, nie wiedergesehen.

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Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Frau Prof. Dr. Hanna Papanek

 

 

Am 8. Mai 2015 wurde der Soziologin, Ethnologin und Exilforscherin Hanna Papanek  im Literaturhaus Wien die Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft für Exilforschung e.V. verliehen.

 

Laudatio von Frau Prof. Dr. Inge Hansen-Schaberg

Verleihungsurkunde

Bilder der Veranstaltung im Rahmen einer Buchpräsentation
Fotos: Veronika Zwerger