AKTUELLE JAHRBÜCHER

 

Exilforschung - Ein internationales Jahrbuch - Band 34/2016

Exil und Shoah

Herausgegeben von Bettina Bannasch, Helga Schreckenberger und Alan E. Steinweis

Dieser Band lotet Berührungspunkte und Überschneidungen der Forschungsgebiete Exil und Shoah aus. Er zeigt nicht nur, wie komplex und weitreichend diese beschaffen sind, sondern auch wie prägend das aus Exil und Shoah synthetisierte Wissen für den wissenschaftlichen und künstlerischen Diskurs weit über die Nachkriegszeit hinaus war. Aus unterschiedlichen Perspektiven und im Kontext unterschiedlicher Disziplinen fragen die in dem Band versammelten Beiträge nach den Folgen, die das Wissen um die Shoah und um ihr Ausmaß unter deutschsprachigen Exilanten und Emigranten in ihren literarischen Zeugnissen und wissenschaftlichen Arbeiten erkennen lässt; von wesentlichem Interesse sind dabei auch Zeugnisse, literarische Werke und wissenschaftliche Werke aus der Zeit des sogenannten Nachexils. Abgesehen von der Frage nach den Auswirkungen der Erfahrung von Exil und Shoah auf individuelle Biografien und Lebensentwürfe, geht es in den Beiträgen dabei immer auch um die Frage nach den künstlerischen, wissenschaftlichen und philosophischen Neuorientierungen, die diese Erfahrungen verlangten und bewirkten. Dazu gehört auch das Nachdenken über grundlegende Fragen der deutschen und europäischen Kultur und Geschichte, des Antisemitismus und der menschlichen Psychologie, zu dem sich viele Exilantinnen und Exilanten unter dem Eindruck des Holocausts gezwungen sahen. Darüber hinaus wird die sich ständig befragende und neu konstituierende Fortschreibung der Erfahrung von Holocaust und Exil in Texten, die bisher nicht eindeutig diesen Bereichen zugeordnet wurden, analysiert und bewertet.

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Exilforschung - Ein internationales Jahrbuch - Band 33/2015

"Kometen des Geldes"   Ökonomie und Exil

Herausgegeben von Ursula Seeber, Veronika Zwerger und Claus-Dieter Krohn

In diesem Band kommen erstmalig ökonomische Aspekte des kulturellen Exils ausführlicher zur Sprache. Die Texte beleuchten bislang weitgehend unerforschte materielle Lebensbedingungen von Personen unterschiedlicher sozialer, ideologischer und professioneller Zugehörigkeit in allen Phasen des Exils, wobei auch die Enteignungen 1933/38 in familiären und Firmennetzwerken thematisiert werden. Dazu gehören weiterhin die finanziellen Engagements von Hilfsorganisationen. Analysiert werden ferner die Kostenstrukturen in den französischen Internierungslagern sowie der Tauschverkehr als Überlebensstrategie in gesellschaftlichen Randbereichen. Der Band zeigt dabei ebenfalls, wie ergiebig die nochmalige Lektüre von bereits bekannten Quellen und (literarischen) Dokumenten des Exils im Kontext des Themas sein kann.

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Exilforschung - Ein internationales Jahrbuch - Band 32/2014

Spache(n) im Exil

Herausgegeben von Doerte Bischoff, Christoph Gabriel und Esther Kilchmann

Die Beiträge des Bandes erkunden, auf welche Weise das Exil "in fremden Sprachen" Einstellungen gegenüber einzelnen Sprachen, aber auch gegenüber Fragen von Ein- und Mehrsprachigkeit auf spezifische Weise prägt und verändert. In Bezug auf neuere linguistische Untersuchungen sowie aktuelle kulturwissenschaftliche Forschungen werden Dokumente und literarische Zeugnisse des Exils neu gelesen. Manche Textzeugnisse, die bisher nicht beachtet wurden, kommen so erstmals in den Blick. Zugleich leisten die Beiträge in ihrer Fokussierung auf die Bedeutung von Sprache(n) unter den spezifischen Bedingungen des Exils auch einen Beitrag zur Ausdifferenzierung linguistischer und kulturwissenschaftlicher Forschungen zu Sprachwechsel und Mehrsprachigkeit sowie zum vielfältig ideologisierten Konzept der Muttersprache.

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