AKTUELLE JAHRBÜCHER

 

 


Exilforschung - Ein internationales Jahrbuch - Band 36/2018


Ausgeschlossen - Staatsbürgerschaft, Staatenlosigkeit und Exil

Herausgegeben von Doerte Bischoff und Miriam Rürup

Seit dem 19. Jahrhundert ist Nationalität zu einem zentralen Identifizierungsmerkmal geworden. Die nachweisbare Zugehörigkeit zu einem Nationalstaat entscheidet, wer Schutz genießt und wer von Verfolgung, Internierung oder Abschiebung bedroht ist. Im 20. Jahrhundert wurde das Exil zu einer massenhaft geteilten Erfahrung. Tausende wurden ausgebürgert und damit zu Staatenlosen gestempelt. Exilantinnen und Exilanten selbst – so beispielsweise Hannah Arendt – haben dem Diskurs über die Rechte von derart Schutzlosen wichtige Impulse gegeben. Der Band versammelt Überblicksdarstellungen und Fallstudien aus historischer, politologischer, juristischer, philosophischer sowie kunst- und literaturwissenschaftlicher Perspektive.

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Exilforschung - Ein internationales Jahrbuch - Band 35/2017



Passagen des Exils

Herausgegeben von Burcu Dogramaci und Elizabeth Otto

Die aktuellen Fluchtbewegungen über das Mittelmeer und ihre oft tragischen Verläufe haben die Bedeutung der Fluchtwege für die Forschung nachdrücklich exponiert. Der interdisziplinäre Sammelband "Passagen des Exils" nimmt diese Routen als künstlerische, filmische und literarische Resonanzräume im 20. Jahrhundert und der Gegenwart in den Blick. Neben den zwanzig wissenschaftlichen Beiträgen und literarischen Essays enthält dieser Band drei Kurzgeschichten der Schriftstellerin und Widerstandskämpferin Lisa Fittko. Diese bislang unveröffentlichten Kurzgeschichten widmen sich Fittkos eigener Flucht von Europa nach Kuba.

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Exilforschung - Ein internationales Jahrbuch - Band 34/2016

Exil und Shoah

Herausgegeben von Bettina Bannasch, Helga Schreckenberger und Alan E. Steinweis

Dieser Band lotet Berührungspunkte und Überschneidungen der Forschungsgebiete Exil und Shoah aus. Er zeigt nicht nur, wie komplex und weitreichend diese beschaffen sind, sondern auch wie prägend das aus Exil und Shoah synthetisierte Wissen für den wissenschaftlichen und künstlerischen Diskurs weit über die Nachkriegszeit hinaus war. Aus unterschiedlichen Perspektiven und im Kontext unterschiedlicher Disziplinen fragen die in dem Band versammelten Beiträge nach den Folgen, die das Wissen um die Shoah und um ihr Ausmaß unter deutschsprachigen Exilanten und Emigranten in ihren literarischen Zeugnissen und wissenschaftlichen Arbeiten erkennen lässt; von wesentlichem Interesse sind dabei auch Zeugnisse, literarische Werke und wissenschaftliche Werke aus der Zeit des sogenannten Nachexils. Abgesehen von der Frage nach den Auswirkungen der Erfahrung von Exil und Shoah auf individuelle Biografien und Lebensentwürfe, geht es in den Beiträgen dabei immer auch um die Frage nach den künstlerischen, wissenschaftlichen und philosophischen Neuorientierungen, die diese Erfahrungen verlangten und bewirkten. Dazu gehört auch das Nachdenken über grundlegende Fragen der deutschen und europäischen Kultur und Geschichte, des Antisemitismus und der menschlichen Psychologie, zu dem sich viele Exilantinnen und Exilanten unter dem Eindruck des Holocausts gezwungen sahen. Darüber hinaus wird die sich ständig befragende und neu konstituierende Fortschreibung der Erfahrung von Holocaust und Exil in Texten, die bisher nicht eindeutig diesen Bereichen zugeordnet wurden, analysiert und bewertet.

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