VERANSTALTUNGEN UND AUSSTELLUNGEN

Kinderemigration aus Frankfurt

Das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main präsentiert bis zum 15. Mai 2022 eine umfangreiche Wechselausstellung zur Kinderemigration aus Frankfurt.

Die Trennung werde nur von kurzer Zeit sein, es werde alles gut – mit dieser Hoffnung schickten Eltern ihre Kinder auf die sogenannten Kindertransporte. Etwa 20.000 Kinder und Jugendliche entkamen so zwischen November 1938 und September 1939 der nationalsozialistischen Diktatur. Unter ihnen waren mindestens 600 Kinder aus Frankfurt. Die Trennung war jedoch nicht von kurzer Zeit. Und es wurde auch nicht alles wieder gut. Die Ausstellung „Kinderemigration aus Frankfurt“ zeigt, dass jede Geschichte dieser Kinder individuell und einzigartig ist. Und sie fragt, wie wir die Kinderemigration heute erinnern können.

An die Kinder und ihre Familien erinnern das Deutsche Exilarchiv und die Stadt Frankfurt am Main in besonderer Weise: Am Tag nach der Ausstellungseröffnung weihte die Stadt Frankfurt das Denkmal The Orphan Carousel / Das Waisen-Karussell der Künstlerin Yael Bartana in der Nähe des Hauptbahnhofs ein.

Begleitend ist im Herbst 2021 im Wallstein-Verlag ein umfangreicher Katalog zur Ausstellung und zum Denkmal erschienen. Außerdem können Sie die Ausstellung virtuell erkunden.

Informationen zur Wechselaustellung

Link zur virtuellen Ausstellung


Stimmen des Exils und des Nachkriegs. Digitales Archiv zum Audio-Nachlass des Journalisten Harald von Troschke

Der Journalist Harald von Troschke (1924 – 2009) führte in den sechziger, siebziger und achtziger Jahren über 250 Interviews mit zahlreichen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Film, Theater, Musik und Literatur. Viele von ihnen waren unter dem Nationalsozialismus in die USA emigriert, andere Repräsentanten des intellektuellen Lebens in der Bundesrepublik. Die Interviews wurden in Radiosendungen als Zeitzeugen-Reihen ausgestrahlt.

Der Axel Springer-Lehrstuhl für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration hat, unterstützt von der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung, ein digitales Archiv zum Audio-Nachlass von Troschkes eingerichtet. Die Erben von Troschkes haben dafür das Interview- und Fotomaterial zur Verfügung gestellt, um den umfangreichen Nachlass ihres Vaters für die Forschung und eine interessierte Öffentlichkeit zugänglich zu machen

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EXIL.
 ERFAHRUNG UND ZEUGNIS

Dauerausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek

Erstmals in seiner mehr als 60-jährigen Geschichte eröffnet das Deutsche Exilarchiv eine Dauerausstellung. Mehr als 250 Originale aus Nachlässen und über 300 Publikationen ermöglichen einen multiperspektivischen Blick auf das Exil 1933–1945. Und sie zeigen zugleich: Die Erfahrungen dieses historischen Exils sind vielfältig und individuell. Es sind Erfahrungen von Bruch und Verlust, von Neuanfang und Zugewinn.

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