VERANSTALTUNGEN UND AUSSTELLUNGEN

Am Ende des Tunnels – Die Kindertransporte vor 80 Jahren aus Berlin

 

Open-Air-Ausstellung als britisch-deutsches Gemeinschaftsprojekt vom 16. August bis 27. Oktober 2019 am Stuttgarter Platz / Ecke Lewishamstraße, Berlin

Zwischen Ende November 1938 und dem 1. September 1939 wurden über 10.000 Kinder, die als „jüdisch“ im Sinne der Nürnberger Gesetze galten, aus dem Deutschen Reich und aus von diesem besetzten Ländern nach Großbritannien verschickt und gerettet. Auf diesem Wege gelangten vor allem Kinder aus Deutschland, Österreich, Polen, der freien Stadt Danzig und der Tschechoslowakei ins Exil. In Zügen und mit Schiffen konnten die Kinder in die Freiheit ausreisen. Die meisten sahen ihre Eltern nie wieder. Oftmals waren sie die einzigen aus ihren Familien, die den Holocaust überlebten. 80 Jahre, nachdem der letzte Kindertransport einen Berliner Bahnhof verlassen hat, erinnert nun die Open-Air-Ausstellung an dieses Kapitel des Verlusts der größten jüdischen Gemeinde in Berlin. Einer der letzten Zustiege der Kinderzüge in Berlin war der Bahnhof Charlottenburg. Vor dem Bahnhof aufgestellte Litfaßsäulen vermitteln mit Texten und historischen Bildern die Geschichte der Kindertransporte am historischen Ort.

Eröffnung am 15. August 2019 um 18 Uhr mit einer Lesung von Davis & Sarah Parker (Kinder einer Zeitzeugin)
Rahmenprogramm in der Kommunalen Galerie Berlin:
Zeitzeugengespräch mit Ruth Barnett, London am 15. September 2019 um 14 Uhr
Podiumsdiskussion zur aktuellen Wahrnehmung der Kindertransporte in Großbritannien am 13. Oktober 2019 um 14 Uhr

Flyer zur Ausstellung

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Oskar Maria Graf: Rebell, Weltbürger, Erzähler

 

Das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 präsentiert vom 04. April bis 07. September 2019 eine Ausstellung des Literaturhauses München in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek und der Monacensia im Hildebrandhaus.

Die Ausstellung des Literaturhauses München zeigt den bayerischen Dichter Oskar Maria Graf (1894-1967) als internationalen, weltoffenen und zugleich rebellischen Schriftsteller. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Zeit des Exils und die Frage nach der »wahren Heimat«. Von 1933 bis 1938 lebte Graf in Wien und Brünn und ab 1938 in der Metropole New York, deren Vielfalt und Vitalität er liebte. Als Autor von weltliterarischem Rang schrieb er im Exil seine größten Werke – Texte, die vor dem Hintergrund der heutigen weltpolitischen Lage von großer Aktualität sind und deren Wiederentdeckung lohnt. Zugleich blieb er der »Heimat« verbunden, insbesondere durch seine Sprache, aber auch durch seine Erscheinung: Seine Lederhose legte er auch auf der Fifth Avenue nicht ab. Die Ausstellung des Literaturhauses München in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek und der Monacensia im Hildebrandhaus ist nun zu Gast im Deutschen Exilarchiv 1933–1945.

Flyer zur Ausstellung

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Modernism in Migration: Relocating Artists, Objects, and Institutions, 1900–1960

Unter diesem Titel soll die diesjährige Novemberausgabe der Zeitschrift Stedelijk Studies des Stedelijk Museum Amsterdam als Begleitung zu der Ausstellung „Migranten in Paris“ (September 2019 bis Januar 2020) erscheinen.

Call for Papers

EXIL.
 ERFAHRUNG UND ZEUGNIS“

Dauerausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek

Erstmals in seiner mehr als 60-jährigen Geschichte eröffnet das Deutsche Exilarchiv eine Dauerausstellung. Mehr als 250 Originale aus Nachlässen und über 300 Publikationen ermöglichen einen multiperspektivischen Blick auf das Exil 1933–1945. Und sie zeigen zugleich: Die Erfahrungen dieses historischen Exils sind vielfältig und individuell. Es sind Erfahrungen von Bruch und Verlust, von Neuanfang und Zugewinn.

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