VERANSTALTUNGEN UND AUSSTELLUNGEN

Die rote Gräfin Hermynia Zur Mühlen - Die Wiederentdeckung einer großartigen Erzählerin und kämpferischen Frau

Vorstellung der neuen Werkedition durch den Herausgeber Ulrich Weinzierl und die Schriftstellerin Felicitas Hoppe und Lesung ausgewählter Stellen durch die Schauspielerin Anna Thalbach am 18. Juni 2019 um 19:00 Uhr im Vortragssaal der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main.

Aristokratin, Kommunistin, Katholikin, unbeugsame Nazigegnerin und Exilantin: Hermynia Zur Mühlen wurde 1883 in Wien als Gräfin Folliot de Crenneville geboren und starb 1951 im englischen Exil. Ihr Leben war geprägt vom Widerstand gegen die Familie, gegen die Unterdrückung der Frauen, gegen soziale Ungerechtigkeiten und gegen den Faschismus. Geschätzt von Joseph Roth und Karl Kraus, war sie eine Ausnahmeerscheinung der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Mit ihren proletarischen Märchen hat sie ein eigenes Genre erfunden, darüber hinaus war sie eine politische Erzählerin und Publizistin von Rang.

»Hermynia Zur Mühlen: Werke« – eine Edition der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Wüstenrot Stiftung. Sie erscheint in der Reihe »Bibliothek Wüstenrot Stiftung. Autorinnen des 20. Jahrhunderts« im Zsolnay Verlag.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Wüstenrot Stiftung, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, des Zsolnay Verlags und des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek

Vor der Veranstaltung wird eine Kurzführung zum Thema »Hilfe im Exil – Die American Guild for German Cultural Freedom« durch die Dauerausstellung »Exil. Erfahrung und Zeugnis« angeboten. Hermynia Zur Mühlen war eine der zahlreichen Intellektuellen, die durch die American Guild unterstützt wurden.

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verbrannte-orte.de -  Orte der nationalsozialistischen Bücherverbrennung

Vortrag und Präsentation des Projekts im Rahmen der Jüdischen Woche durch Jan Schenck, den Initiator von „verbrannte-orte.de“, am 26. Juni 2019 um 19:00 Uhr im Vortragsraum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig.

An über 90 Orten fanden in Deutschland im Frühjahr 1933 Bücherverbrennungen statt. Dabei beschränkten sich diese nicht nur auf den 10. Mai 1933, der heute zumeist mit dem Begriff „Bücherverbrennung“ assoziiert wird. Auch vorher und nachher fanden, beispielsweise nach Plünderungen, Bücherverbrennungen statt.

An kaum einem Ort wird heute an diese Ereignisse erinnert. Das Projekt „Verbrannte Orte“ hat sich zum Ziel gesetzt, diese Orte zu dokumentieren, in einer Online-Karte zu verzeichnen und Hintergrundinformationen zur jeweiligen Bücherverbrennung zu geben. Mit interaktiven Panoramen und Großformataufnahmen werden die Orte in ihrem heutigen Erscheinungsbild gezeigt. Betrachten wir diese Orte anders, wenn wir wissen, was dort passiert ist?

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Oskar Maria Graf: Rebell, Weltbürger, Erzähler

 

Das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 präsentiert vom 04. April bis 07. September 2019 eine Ausstellung des Literaturhauses München in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek und der Monacensia im Hildebrandhaus.

Die Ausstellung des Literaturhauses München zeigt den bayerischen Dichter Oskar Maria Graf (1894-1967) als internationalen, weltoffenen und zugleich rebellischen Schriftsteller. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Zeit des Exils und die Frage nach der »wahren Heimat«. Von 1933 bis 1938 lebte Graf in Wien und Brünn und ab 1938 in der Metropole New York, deren Vielfalt und Vitalität er liebte. Als Autor von weltliterarischem Rang schrieb er im Exil seine größten Werke – Texte, die vor dem Hintergrund der heutigen weltpolitischen Lage von großer Aktualität sind und deren Wiederentdeckung lohnt. Zugleich blieb er der »Heimat« verbunden, insbesondere durch seine Sprache, aber auch durch seine Erscheinung: Seine Lederhose legte er auch auf der Fifth Avenue nicht ab. Die Ausstellung des Literaturhauses München in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek und der Monacensia im Hildebrandhaus ist nun zu Gast im Deutschen Exilarchiv 1933–1945.

Flyer zur Ausstellung

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Modernism in Migration: Relocating Artists, Objects, and Institutions, 1900–1960

Unter diesem Titel soll die diesjährige Novemberausgabe der Zeitschrift Stedelijk Studies des Stedelijk Museum Amsterdam als Begleitung zu der Ausstellung „Migranten in Paris“ (September 2019 bis Januar 2020) erscheinen.

Call for Papers

EXIL.
 ERFAHRUNG UND ZEUGNIS“

Dauerausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek

Erstmals in seiner mehr als 60-jährigen Geschichte eröffnet das Deutsche Exilarchiv eine Dauerausstellung. Mehr als 250 Originale aus Nachlässen und über 300 Publikationen ermöglichen einen multiperspektivischen Blick auf das Exil 1933–1945. Und sie zeigen zugleich: Die Erfahrungen dieses historischen Exils sind vielfältig und individuell. Es sind Erfahrungen von Bruch und Verlust, von Neuanfang und Zugewinn.

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