TAGUNGEN

 

Auf dieser Seite finden Sie Call for Papers, Tagungsprogramme und - berichte.

 

Passagen des Exils

Tagung am 9. und 10. Dezember 2016 an der LMU München. Ausgewählte erweiterte und überarbeitete Vorträge der Tagung werden im „Jahrbuch für Exilforschung“ 2017 publiziert.

Die Anmeldefrist endet am 30.11.2016, die Teilnahme ist kostenfrei.

Tagungsflyer

 

Grenze als Erfahrung und Diskurs

Jahrestagung 2017 der Gesellschaft für Exilforschung e.V. vom 24. bis 26. März 2017 in Kooperation mit dem Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass der Universität des Saarlandes, Saarbrücken-Dudweiler

Die Frage nach der Dynamik von Grenzziehungs- und Grenzverschiebungsprozessen steht seit Längerem im Zentrum geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschungen. Sie gehen davon aus, dass es eine folgenreiche Perspektivenverschiebung und damit verbunden einen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn ermöglicht, kulturelle, soziale, wirtschaftliche und rechtliche Phänomene von den Prozessen der Grenzziehung aus zu betrachten. Zugleich rückt die Wechselbeziehung von Grenzen und Ordnungen ins Zentrum wissenschaftlicher Überlegungen. Einerseits konstituieren Grenzen Ordnungen und Sinnstrukturen. Andererseits produzieren Ordnungen Grenzen. Die Tatsache, dass Grenzen im modernen Zeitalter in eine beschleunigte Bewegung geraten sind, schlägt sich heute in einer Vielzahl von aktuellen Terminologien nieder: blurred boundaries, Hybridität, multiple Identitäten, Entgrenzung usf., – um hier nur einige von ihnen zu nennen. Die Frage danach, welche Auswirkungen von derartigen Veränderungen für die Ordnungen ausgehen, in denen wir leben, beschreibt dabei einen wesentlichen Punkt unseres wissenschaftlichen Erkenntnisinteresses. Im Zuge der momentanen Flüchtlingsbewegungen hat das Thema der Grenze zudem an politischer Brisanz gewonnen. Menschen harren wartend vor den Grenzen Europas aus. Die Politik diskutiert zunehmend Maßnahmen der „Grenzsicherung“ bzw. der „Durchlässigkeit“ von Grenzen.

Die geplante Jahrestagung der Gesellschaft für Exilforschung nimmt diese aktuellen politischen Entwicklungen wie neueren Forschungsbewegungen gleichermaßen auf und widmet sich 2017 dem Thema Grenze als Erfahrung und Diskurs. Das Phänomen des Exils soll dabei in empirischer wie in methodischer Hinsicht nicht von seinen Zentren, sondern von den Grenzen aus in den Blick genommen werden.

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Doktorand/innen-Workshop 2017

Doktoranden/innen-Workshop im Vorfeld der Jahrestagung 2017 der Gesellschaft für Exilforschung e.V. in Kooperation mit dem Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass der Universität des Saarlandes am 23. und 24. März 2017 in Saarbrücken

Das deutschsprachige Exil, dessen Erforschung mittlerweile auf eine langjährige Geschichte zurückblicken kann, gerät in den letzten Jahren vor allem aus einer interdisziplinären Perspektive (kultur-) wissenschaftlicher Theorien über Erinnerungskulturen, kulturelle Identitäten sowie Migrations- und Transferbeziehungen in regionalen, nationalen und transnationalen Räumen erneut ins Blickfeld wissenschaftlichen Interesses. Aktuelle wissenschaftliche Beiträge formulieren neue Fragen an die Quellen, – im Kontext interkultureller oder interreligiöser Dialoge, der Darstellungen zu jüdischer Kultur und Geschichte, zur Genderforschung oder zur Kultur, Geschichte, Kunst und Literatur der Nachkriegszeit.

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Frankreich als Gastland der deutschsprachigen, insbesondere der deutsch-jüdischen und österreichisch-jüdischen Emigration zwischen 1933 und 1940: Formen und Medien öffentlicher Erinnerungskultur

8. Zweijahrestagung der Internationalen Feuchtwanger-Gesellschaft vom 12. bis 14. Oktober 2017 in Paris; mit Unterstützung der Fondation pour la Mémoire de la Shoah; in Kooperation mit dem Centre de Recherches et d’Etudes Germaniques (CREG) in Montpellier, dem Centre d'Etudes Germaniques Interculturelles de Lorraine (CEGIL) in Metz und dem Centre d’Etudes des Relations et Contacts Linguistiques et Littéraires (CERCLL) in Amiens

„Eine [...] öffentliche Erinnerungskultur stellt sich nach beschämenden oder traumatischen Ereignissen in der Regel erst nach einem zeitlichen Intervall [...] ein.“ (Aleida Assmann)

Die Tagung der Internationalen Feuchtwanger-Gesellschaft wird ihr besonderes Interesse den Quellen widmen, die das kollektive Gedächtnis in Frankreich und in Deutschland gespeist haben und den Erinnerungsdiskurs im Nachbarland bis heute prägen. Welche Erinnerungen an die deutschsprachige Emigration zwischen 1933 und 1940 sind in Frankreich noch heute präsent? Inwieweit wurden sie materialisiert, eventuell auch institutionalisiert? Welche Ereignisse der damaligen Zeit konnten sich hingegen nie im kollektiven Gedächtnis verankern oder werden heute nicht mehr erinnert? Was wurde weitergegeben? Welcher Medien hat man sich bewusst oder unbewusst bedient, um an vergangene Ereignisse zu erinnern und diese zu überliefern? In diesem Sinne sollten sowohl französische und ausländische Medien als auch die Medien der deutschsprachigen bzw. deutsch-jüdischen und österreichisch-jüdischen Emigration berücksichtigt werden.

Call for papers bis 01.Januar 2017

 

’Blondzhende Stern’: Jüdische SchriftstellerInnen aus der Ukraine als GrenzgängerInnen zwischen den Kulturen in West und Ost

Interdisziplinäre Konferenz vom 11. bis 13. Mai 2017 an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) in einer Kooperation der Axel Springer Stiftungsprofessur für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration und dem Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg (ZJS)

Die jüdische Bevölkerungsminderheit auf dem ukrainischen Territorium gehört seit Jahrhunderten zu jenen Gruppen, die über reiche Erfahrungen von Grenzerkundungen in diesem Raum verfügen. Das Aushandeln wie Überschreiten von Grenzen war für sie Strategie ihres physischen wie kulturellen Überlebens. Zudem mussten sie als „der Dritte“, der Joseph Roth zufolge, immer verlor, „wenn zwei sich stritten“ (Werke 1989, Bd.2, 835), auch eine „dritte“ Einstellung zu jenen Grenzen entwickeln, die die Gesellschaften, die Ethnien und die Kulturen auf ukrainischem Terrain spalteten und bis heute spalten.

Das Potential eines Blickwinkels, der diese Grenzziehungen über Jahrhunderte hinweg immer wieder kreuzte und kreuzen musste, ist Gegenstand der geplanten Konferenz.

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Emigration und Mythos: der Umgang mit dem kulturellen Erbe des deutschsprachigen Raums im Exil (1933-1945)

Internationales Kolloquium an der Universität Paul-Valéry Montpellier 3 vom 18. bis 20. Mai 2017

Am Schnittpunkt der Exil-, der Gedächtnis- und Erinnerungsforschung sowie der Mythenforschung soll diese Tagung zum problematischen Umgang exilierter Deutscher und Österreicher mit dem vom Nationalsozialismus konfiszierten kulturellen und mythischen Erbe des deutschsprachigen Raums einen Beitrag zur Kulturgeschichte des widerspruchsvollen 20. Jahrhunderts leisten.

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Vorstufen des Exils:
 Irgendwo zwischen Heimat und Ankunft

Tagung der North American Society for Exile Studies (NASES) vom 18. bis 19. Mai 2018 an der Loyola University Chicago

Exil wird gewöhnlich als die Zeit definiert, in der man getrennt von der Heimat im Ausland leben muss, ungewollt und oft verbannt. Exil kann aber weiter gefasst auch als Prozess begriffen werden, der bereits in der Heimat, unterwegs und/oder vor der Ankunft im Exilland anfängt. Es sind Vorstufen des Exils: Entfremdung von der Heimat aus politischen, rassistischen, religiösen, auch sprachlichen Gründen, Zensur, vielfältige Überlegungen zum Für und Wider des Exilgangs, der bürokratische Hürdenlauf um die Ausreise, Grenzüberquerung und die oft abenteuerliche Reise an sich, der Aufenthalt in Durchgangsländern, das Erlernen einer neuen Sprache. In diesen Phasen ist überall schon ein wenig Exil, findet die psychische Auseinandersetzung damit und praktische Vorbereitung darauf statt. Angesichts der zähen geschichtlichen Beständigkeit des Exils sollen dessen Vorstufen keineswegs auf die Zeit des Nationalsozialismus beschränkt bleiben, sondern können auch dessen unmittelbare Nachkriegsfolgen (z.B. die Vertreibung aus Osteuropa) bis hin zu den gegenwärtigen Migrationsbewegungen in die deutschsprachigen Länder umfassen. Die erwähnten und auch andere Vorstufen des Exils erwecken in letzter Zeit wissenschaftliches Interesse, z.B. in den „Passagen des Exils“ einer im Dezember 2016 stattfindenden Tagung an der LMU München. Insofern sieht sich dieses Call for Papers der NASES als Fortführung und Erweitung der LMU-Tagung, vor allem im Sinne der Entfremdung in der Heimat, was letztendlich auch eine Entscheidung für die innere Emigration und einen Standpunkt auf der Skala zwischen Anpassung und Widerstand einschließen kann.

Call for Papers bis 01. September 2017


Emigration from Nazi-Occupied Europe to British Dominions, Colonies and Overseas Territories after 1933

Conference to be held at the University of London, Senate House, 13–15 September 2017

The Research Centre for German and Austrian Exile Studies, Institute of Modern Languages Research, University of London, invites offers of papers for its triennial conference in September 2017.

The Nazi seizure of power in central Europe resulted in several waves of forced emigration, first from Germany, later from the Saarland, Austria, and Czechoslovakia. The trajectories and destinations of this emigration westward to France, the UK, or the USA have been analyzed extensively in Exile Studies. But in recent years, alternative routes and destinations of emigration have been identified: Margit Franz and Heimo Halbrainer, for example, proposed in Going East – Going South (Graz: Clio 2014) a ‘new map of emigration’ demonstrating that many individuals and groups from Austria had emigrated to Asia or Africa. The conference organized by the Research Centre for German and Austrian Exile Studies for September 2017 proposes to develop this ‘new map’ further, by focusing on the emigration to areas under British control.

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Doing Gender in Exile

Internationale Konferenz der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung (öge) und deren Frauen-AG vom 18. bis 20. Oktober 2017 in der Aula am Campus der Universität Wien

Mit dem Thema Doing Gender in Exile soll das Exil als Labor für die Transformation von Geschlechtlichkeit und sexuellen Identitäten neu in den Blick genommen werden. Unter Exilbedingungen können Menschen wesentliche Handlungsräume verlieren, aber auch gewinnen – und solch eine Neupositionierung im öffentlichen wie im privaten Raum kann Konstruktionen und Haltungen im Zusammenhang mit eigener und fremder Geschlechtlichkeit verändern. Gerade im Kontext der Exilforschung wurden diese Prozesse noch immer nicht ausreichend beachtet und analysiert. Doing Gender in Exile soll das Forschungsfeld für neue theoretische Impulse seitens der Gender Studies, der transnationalen Geschlechtergeschichte und der Migrationsforschung öffnen.

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TAGUNGSBERICHT online Exil: Zur Marginalität und Zentralität

Jahrestagung 2016  der Gesellschaft für Exilforschung e.V.  vom 01. bis 03. Juli 2016, Aberystwyth University, Wales  //  Weiter Lesen!

 

BERICHT online Doktorand_Innen Workshop

Doktorand_Innen Workshop  im Vorfeld der  Jahrestagung 2016  der Gesellschaft für Exilforschung e.V.  am 01. Juli 2016, Aberystwyth University, Wales  //  Weiter Lesen!